Bloggen braucht Geduld

Bettina Siebert-Blaesing

Poing, 31.1.2016 (BSB) Wenn ich einen Text im Internet lesen, so mache ich mir wenig Gedanken darüber, wie er erstellt wurde. Ich sehe die Rechtschreibung, die passende Form und den Klang des Inhaltes. Aber selten mache ich mir ein konkretes Bild darüber, wie ein Text technisch erst möglich wurde. Beim Bloggen ist dies anders. Hier gibt es feste Formate,  in der alle meine Ideen für eine spezielles Thema Platz finden. Wenn da nicht der Haken im Detail liegen würde:

Bloggen mit englischer Anleitung ist ein Geduldsspiel

Der Start eines Blogs ist einfach, solange die Beschreibung in der eigenen Muttersprache ist. Kommen jedoch zu viele englische Begriffe hinzu, so rauscht die eigene Geduld gerne einmal in den Keller. Das genaue Verständnis der schnell formulierten Arbeitsschritte braucht Konzentration. In der Komfortzone der eigenen Sprache ist dies leicht machbar, verbinden sich aber eine sprachliche Unkenntnisse mit technischen Details, die noch nicht erprobt wurden, so wird auch das Aufsetzen eines einfachen  Word-Press-Blogs ein Geduldsspiel: Gebe ich auf oder beiße ich mich durch die vielen kleinen Entscheidungen, etwas zu installieren oder zu lassen?

Die Installation eines Fachblogs braucht seine Zeit

Erfahrene Hasen im Bloggen kennen dies. Hier blicke ich besonders auf bekannte Blogs, wie etwa auf den hilfreichen “ Affenblog“, der ein wunderbares Vorbild zum Aufbau eines Fachblogs ist. Dabei stelle ich mit Erleichterung fest: Auch erfahrene Kollegen kochen nur mit Wasser. Dieser Blog steht gerade vor einer Umstrukturierung, und diese wohl langersehnt. Was sagt mir das: Auch die Installation eines Fachblogs braucht seine Zeit und seine ständige Erneuerung. Nichts ist perfekt, aber oft schon sehr gut.

Bloggen ist gelebte Netzwerkarbeit

So, nun steht mein Blog. Aber wieso findet den denn niemand im Internet. Meine Homepage wird sofort aufgerufen. Sucht man meinen Blog „www.mit-Geduld.de“ braucht man wohl viel Geduld. Ich schaue mir mal die Seiten von bekannten Blogs an. Alles klar: Ohne Netz an Kollegen ist man im Bloggen  auf sich alleine zurückgeworfen. Sei es in der Recherche, aber auch über die Möglichkeit, eine Kollegin um Rat zu fragen. Einzelkämpfertum passt nicht zum Bloggen, dies ist Netzwerkarbeit pur. Der eigene Blog kann noch so toll sein, doch gefunden wird er wohl erst durch die Empfehlungen versierter anderer Blogger und über die Verlinkung mit bekannten Blogs. Das ist Arbeit. Aber ich lerne dazu. Das macht Spaß.

Bloggen braucht Durchhaltevermögen

Meine erste Erkenntnis hierbei lautet: Bloggen ist aktuell, aber deshalb keine Eintagsfliege. Jeder Artikel ist wichtig und sollte inhaltlich und von der Form her zum schnellen Lesen im Netz passen. Interessant wird ein Blog aber erst, wenn er technisch gut aufgesetzt ist und regelmäßig interessanter Inhalt kommt. Dies ist nichts für zwischendurch. Bloggen braucht wirkliches Durchhaltevermögen und damit übrigens eine ganz wichtige Eigenschaft von Geduld. Also: Bloggen ist durchaus ein Weg, um sich in meiner Geduld zu üben.

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